4. Mai 2013
Naumann

Was mich privat noch interessiert

Der Urvater aller Detektivgeschichten: Sherlock Holmes. Urheber: Michael Yew from Austin, Texas, USA, CC-Lizenz auf commons.wikimedia.org

Privat sehe ich gerne den Tatort an, und zwar am liebsten den Münsteraner, weil der am humorvollsten ist. Wenn es eine Beerdigung zu sehen gibt, hört man eigentlich nie die Grabrede, die gehalten wird, sondern blickt immer nur in trauernde Gesichter.
Möglicherweise liegt es daran, dass die Verstorbenen Mordopfer sind, ich muss zugeben, dass ich noch nie eine solche Anfrage hatte.

Wie dem auch sei, die besten Folgen der TV-Serie findet man sehr übersichtlich auf tvdigital.

Ich hatte allerdings mal einen Auftrag, in eine Rede einzubauen, dass der Verstorbene leidenschaftlich gerne Tatort angesehen hat und sein Telefon sogar eine zeitlang ausgesteckt hat, solange der Tatort lief, da er nicht gestört werden wollte. Der Herr ist auch privat leidenschaftlich gerne auf “Verbrecherjagd” gegangen und hatte tatsächlich verschiedene Utensilien immer dabei: eine Schirmmütze und eine Sonnernbrille zum Beispiel. Alle haben immer über diese “Schrulle” gelacht, aber eines Tages hat er tatsächlich einen Raub verhindert, weil ihm die Spezln an der Tankstelle gleich verdächtig vorgekommen sind und er sie aus sicherer Distanz beobachtet hat und dann die Polizei rufen konnte. Da wurde er dann plötzlich zum Held.

Das war natürlich eine schöne Geschichte, an die sich auf der Beerdigung auch alle gerne erinnert haben.

3. Mai 2013
Naumann

Hallo Echo

Eine Sache habe ich gelernt: so wie man gelebt hat, so stirbt man auch. Wer immer viele Freunde um sich hatte und über vieles gesprochen hat, wird seinen Abgang genauso gestalten. Wer immer verschlossen war und sich nicht gerne mitgeteilt hat, wird das auch im Sterben nicht ändern.

Die Trauerrede muss sich dem auch anpassen, ohne verletzende Dinge zu sagen. oft hilft dann Humor.

Eine Sammlung kurioser Grabsprüche gibt es hier: Gar kurz ist´s bis zur Ewigkeit.

 

3. Mai 2013
Naumann

Vier Hochzeiten und ein Todesfall

Als Trauerreden-Schreiber braucht man auf jeden Fall ein sonniges Gemüt und eine gute psychische Konstitution. Es ist enorm wichtig, dass ich es schaffe, durch die Trauer und den Schock der Leute zu dringen, um ihnen zu ermöglichen, sich positiv an den Verstorbenen zu erinnern.

Im Nachhinein sind viele sehr dankbar, dass es ihnen gelungen ist, den Verlust nicht vor alles zu stellen, was man am anderen hatte.

So ist es für alle bereichernd, wenn man sich an schöne, lustige und traurige Eigenschaften und Erlebnisse des Verstorbenen erinnern und diese bei der Trauerfeier nochmals erzählen kann.

Einer meiner Lieblingsfilme ist Vier Hochzeiten und ein Todesfall, weil dieser Film sehr schön zeigt, wie das Leben so spielt und dass es immer für Überraschungen gut ist. Und der Tod gehört nun mal zum Leben!